Unser nächstes Ziel war die Hole in the Rock Rd. Auf der gut befahrbaren Schotterpiste suchten wir als erstes den Devils Garden auf. Eine aus Sandstein geformte Skulpturengalerie deren Erschaffer die Naturelemente waren und noch sind. Nachdem wir die Nacht, bei Coyotengeheul, hier verbracht hatten fuhren wir weiter, auf der Hole in the Rock Rd., Richtung Süd-Osten. Unser nächstes Ziel war der Dry Fork. Für den heutigen Tag war ein besondere Ausflug geplant. Wir hatten unsere Liebe für Canyonwanderungen entdeckt und heute waren Peek-A-Boo und Spooky dran. Gegen 9 Uhr machten wir uns auf den Weg da wir nicht wussten wie lange der Loop dauern würde. Als erstes mussten wir den Abstieg in den Canyon finden was nicht ganz so kompliziert war. In einem Wash ging es nach Osten dann sahen wir den Einstieg. Als erstes mussten wir eine 4m hohen Felsen erklimmen der leichte Einkerbungen aufwies und somit die Besteigung erleichterte bevor wir in den Peek-A-Boo einsteigen konnten. Die Canyons hier sind nicht so hoch wie der Buckskin Gulch aber dafür sehr sehr eng. Der Peek-A-Boo war für uns schon eine Wucht aber der Spooky war echt eine Herausforderung. Mit Rucksack ging gar nichts mehr und unsere Füße fanden kaum noch Platz am Boden. An einer Stelle meinte ich schon es geht nicht mehr weiter da sich ein herabgestürzter Felsen so verkeilt hatte das wir hinüberklettern mussten, danach sich ca. 4 Meter Abgrund auftaten und wir keine Kletterausrüstung dabei hatten aber Bettina fand einen Weg unter dem Stein hindurch. Schade das wir von der Jahreszeit so spät dran sind denn den einen oder anderen Canyon hätten wir noch gerne gemacht. Das Wetter hatte sich im ganzen Gebiet gebessert und die Tour die wir eigentlich im Bryce Canyon geplant hatten wollten wir in den nächsten Tagen nachholen. Wie sollte es anders sein wir fuhren über eine Forststraße,  mit dem Namen Main Canyon Road, zurück und konnten bei kaltem aber schönen Wetter unsere Wanderung machen. Über Staircase ging es wieder zurück nach Osten. In Staircase Escalante NM machten wir am Calf Creek Campground halt. Hier sollte am nächsten Tag eine weitere Tour zum Fall Creek starten. Diese führte an einem glasklaren Bach entlang, an Petroglyphen vorbei und zeigte uns in steilen Canyonwänden die Lagerstätte für Saatgut die zu Zeiten der Ureinwohner angelegt wurde. Der Wasserfall, welcher sich in einem Pool ergoss, war der krönende Abschluss unseres Hikes. Auf der Burr Trail Road ging es in den Capitol Reef NP und auf die ungeteerte Notom Bullfrog Road nach Bullfrog. Hier setzten wir mit der Fähre auf dem Lake Powell über. Der  Natural Bridge NM und das Valley of the Gods lagen noch auf unseren Weg bevor wir das Monument Valley erreichten. 1999 waren wir das erstemal hier und hatten einen überwältigenden Eindruck die uns diese Kulisse damals beschert hatte. Heute hatte sich bei uns nichts geändert nur das wir schon vorbereitet waren auf das was uns erwartete. Am nächsten Tag machten wir noch  eine Fahrt in das Valley was wir damals nicht durchgeführt hatten. Im Navajo NM, was uns in Monument Valley von Carol und Tom nahe gelegt wurde, sollten wir einen geführten Trail zu den Betatakin Ruinen, aus dem 13. Jahrhundert, machen. Casandra, eine waschechte Navajo, nahm uns in ihre Obhut und erklärte uns mit einer engelsgedult die Zusammenhänge zwischen Natur und den einzelnen Clans. Phoenix, die Hauptstadt Arizonas, kam langsam näher und die Temperatur stieg merklich an. Was für eine Wohltat für unsere Knochen. In der Stadt stieß ich auf einen Zettel bzw. auf ein Anmeldeformular auf dem zu lesen war das an Thanksgiving in Mesa ein 10km Lauf stattfindet. Das hörte sich nicht schlecht an und so meldete ich mich am darauffolgenden Tag an. Start war um 9 Uhr was uns veranlasst hatte in der Nähe auf einen Wal Mart Parkplatz zu übernachten. Der Turkey Trot startete um 8.15 mit einem 1 Meilen Funlauf um 8.30 waren die 2 Meilen Spezialisten dran und unser Lauf begann um 9.00. Nach 50:44 war ich als 356zigster Von insgesamt 987 gestarteten Männern im Ziel. Der Schnelleste schaffte es in sagenhaften 30.25 Und das noch auf einer leicht hügeligen Strecke. Respekt, ich war mit meinem Ergebnis so halbwegs zufrieden da ich ja nicht gerade in bester  konditioneller Verfassung bin, rein lauftechnisch gesehen. Unsere nächste Herausforderung stand kurz bevor. Die “El Camino del Diablo”, eine 200 km lange 4x4 Strecke die in Ajo beginnt und uns nach Yuma führen soll.