Das Death Valley hatte schon etwas reizvolles nicht nur dürre öde Landschaft sondern auch Bäche an deren Ufer so einiges wächst und blüht. Nach Tagen der Einsamkeit zog es uns weiter nach Osten. Über Pharamp und den Red Rock Canyon ging es hinein in die Spielerstadt Las Vegas. Was haben wir nicht schon alles gehört, gelesen und im Fernsehen gesehen. Im Grunde ist alles wahr. Der Strip erstrahlt in einer aufgesetzten und dekadenten Schönheit das es schon wieder faszinierend war hier durchzuschlendern und die einzelnen Attraktionen der Casinos anzusehen. Klein Venedig, der Eifelturm in verkleinerter Ausführung, die Piratenschlacht garniert mit Tanzdarbietung, leider standen wir bei den bösen Jungs die mit ihrem Schiff die  hübschen Mädchen (Sirenen) angriffen und konnten so nur (ich) aus der Entfernung die Grazien bewundern. Am nächsten Tag ging ich mit Joe auf die SEMA. Einer der größten Autoteile- und Zubehörmessen weltweit. Was aber hier an Hostessen rumlief war schon fast nicht mehr auszuhalten. Zeitweise fragte ich mich schon ob ich noch einen Tag dranhängen muss damit ich auch was von den Autos zu sehen bekomme. Zwei Nächte und drei Tage reichten uns wir wollten wieder hinaus in die weite Ebene. Das Valley of Fire war unser nächstes Ziel. Die Felsen die sich hier aufgetürmt haben werden bei Sonnenuntergang dem Namen voll gerecht. Von hier wollten wir zum Zion NP. Uns wurde hier bewußt das wir seit  dem Yucon eigentlich immer mit  dem Herbst reisen. Wunderschöne Farbenspiele der Natur setzen sich immer wieder reizvoll in Szene. Leider war es für unsere Vorstellungen hier etwas zu voll. Wir waren verwundert über den relativ großen Andrang an diesem Wochenende. Uns zog es weiter zum North Rim vom Grand Canyon. Zig Meilen ging es durch Waldgebiet bis wir, auf etwa 2.500 Höhenmetern endlich unseren ersten Blick hinunter in den Canyon richten konnten. Wir fuhren fast alles ab was machbar war, waren von der Aussicht fasziniert und bekamen am Cape Royal noch den Colorado, tief unter uns eingezwängt, zu Gesicht. Wir fuhren zurück nach Jacob Lake und weiter nach Osten. Nach etwa 20 km zweigt links eine Schotterpiste nach Norden ab, die House Rock Valley Road. Diese verläuft anfangs am Vermillion Cliffs National Monument entlang und anschließend, kurz vor Utha, am Paria Canyon. Hier, fast am Nordende dieser Strecke, verbrachten wir drei wunderbare Tage. Zum ersten besorgten wir uns ein Permit für die Wave. Eine einmalige ausgewaschene Steinformation die in ihrer Form einer Welle ähnelt und zum Zweiten machten wir unsere erste Canyonexpedition bei der wir, aus gerüstet mit Neoprenanzügen, innerhalb von einer halben Stunde 13 Pools durchquerten, bei denen die tiefsten bis zur Brust reichten. Was erschwärend dazukam war das eiskalte Wasser und der rutschige und matschige Untergrund. Für solch ein Unternehmen muss man sich vorher unbedingt nach den Wetter erkundigen. Sollte es irgendwo in der Umgebung regnen können die Canyons blitzartig überschwemmt werden und ein aussteigen ist bei den hohen und glatten Felswänden meist nicht möglich. Wir hatten schönes Wetter und konnten so unser kleines Abenteuer geniessen. Über eine weitere Staubstrecke, der Cottonwood Rd., ging es für uns weiter nordwärts. Hier fanden wir einen weiteren schönen Canyon vor, die Cottonwood Narrows. Der Weg führte uns in einen Navayo Sandsteincanyon der sich auf eine Länge von 1,5 Meilen erstreckt. Auf der 12 fuhren wir über Tropic zum Bryce Canyon. Für die kommende Nacht wurde Schneefall vorausgesagt und so steuerten wir am gleichen Tag noch die einzelnen Viewpoints an. In der Nacht hatte es nicht geschneit aber am Morgen fing es mit Gewitter an, Schneeregen der langsam in Schnee überging. Darauf hatte ich keine Lust obwohl wir eine Tour geplant hatten. Über Tropic ging es nach Escalante. Einem kleinen netten Ort der für uns eine art Knotenpunkt werden sollte.